A Drummer´s Diary

Montag, 13. Mai 2019

Meine Behelfshütte

In unserem Garten gibt es einen Behälter, in dem Frauchen vornehmlich Rasenschnitt und Blätter kompostiert.






Vor einigen Wochen hat Frauchen bemerkt, dass dieser Behälter immer leerer wurde. Das konnte sie sich gar nicht erklären, bis sie eines Tages bemerkte, dass ich die hintere Entnahmeklappe geöffnet  und nach und nach in mühevoller Buddelarbeit den ganzen Kompost aus dem Behälter entfernt hatte.

Frauchen dachte, dazu habe mich die reine Lust am Buddeln bewogen. Als der Behälter endlich leer war (der Rhododendron und die Kletterhortensie haben sich bestimmt gefreut, in diesem Frühjahr so viel Kompost zu bekommen), hat Frauchen die hintere Klappe wieder eingesetzt und zur Sicherheit einen großen Tontopf mit Erde davorgestellt.



Allerdings hat mich das - wie oben zu sehen - nicht daran gehindert, die Klappe wieder zu entfernen. Den Sinn dieser Maßnahme hat Frauchen lange nicht verstanden, bis sie mich im Kompostbehälter erwischt hat








und ihr dann die Bilder aus den Hundegehegen in der Smeura einfielen: Dort gibt es nämlich Hundehütten!
(Zweibeiner können eben manchmal reichlich begriffsstutzig sein!!!)

Ich finde, die Hütte in unserem Garten ist zu klein und ich frage mich, wie meine Vorgänger, die nach Frauchens Aussage alle größer waren als ich, dort hineingepasst haben. Aber sie ist besser als nichts und immerhin kann ich mich darin prima verstecken. Jetzt muss ich nur sehen, wie ich es schaffe, den oberen Deckel zuzuklappen, denn sonst regnet es in meine Hütte hinein und das mag ich gar nicht. Ich bin nämlich wasserscheu!



Montag, 4. März 2019

Samba unter erschwerten Bedingungen

Am vergangenen Mittwoch stand in der Maxschule wie jedes Jahr der Besuch des Düsseldorfer Prinzenpaares an. Traditionell wird das Prinzenpaar bei uns mit Samba-Livemusik empfangen. Dazu fasse ich sonst zwei meiner Schüler-Trommelgruppen (die Mittelstufe und meine Top-Gruppe "Drummin´ Max") zu "Samba-Max" zusammen.

In diesem Jahr stand dieses Vorhaben jedoch unter keinem guten Stern, denn zehn Tage vorher zog ich mir bei einem Sturz eine offene Nasenbeinfraktur zu und war eine Woche nicht einsatzfähig.

Unsere Schulleiterin hat sich mit den Kindern von "Drummin` Max" beraten und diese waren bereit, es notfalls auch ohne mich zu wagen! Das zeugt von Mut, Einsatzbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein!!!

Wir alle waren froh, als ich zwei Tage vor dem großen Ereignis wieder in die Schule kommen konnte, aber es fehlten uns natürlich Proben... So beschlossen wir, in kleiner Besetzung nur mit "Drummin´ Max", dafür aber mit unseren üblichen "Breaks" zu spielen. Für "Samba Batucada" ist das eigentlich eine "Kammermusik-Besetzung". Kurz vor unserem Auftritt fiel dann noch eines der sechs Kinder mit plötzlich aufgetretenen heftigen Bauchschmerzen aus. (Nein, es war nicht das Lampenfieber!)

Aber als das Prinzenpaar die Schule betrat und sich durch das Spalier unserer Kinder in die Aula in der zweiten Etage begab, spielten wir dazu ein afrikanisches Trommelstück und sobald das Prinzenpaar die Aula erreicht hatte, pfiff ich mit der Apito unser Samba-Arrangement an.

Erschwerte Bedingungen hin oder her: "Drummin´ Max" stellt sich solchen Herausforderungen und ist da, wenn die Maxschule uns braucht! Das sind "meine Mäxchen", und auf die bin ich sehr stolz!  

Samstag, 16. Februar 2019

Wenn der Frühling kommt...

Seit vorgestern ist der Frühling da! Endlich ist der ständige Regen vorbei und wir können wieder auf Wegen spazieren, auf denen man noch am letzten Wochenende im Matsch eingesunken wäre.
 


 Bei dem sonnigen Wetter lege ich mich gern mit einem Kauartikel in die Sonne im Garten.


Heute in der Mittagszeit haben wir einen langen Spaziergang gemacht, ehe unser Naturschutzgebiet von zahllosen Wochenendausflüglern überflutet wird.

Frauchen hat mich auf dem Feld an die 20-Meter-Schleppleine genommen. Da hatte ich zwar mehr Bewegungsfreiheit, aber wenn Frauchen mich gerufen hat, musste ich zurückkommen. War also doch nicht so die grenzenlose Freiheit, die ich liebe.

Freitag, 1. Februar 2019

Die Sache mit meinem Namen

Ich weiß nicht warum, aber eine Reihe von Leuten kann sich offenbar meinen Namen nicht gut merken. Dabei ist "Pino" doch nun wirklich kein schwer zu behaltender oder auszusprechender Name! Trotzdem nennen mich manche Leute "Tino", "Timo", "Gino", "Pinot" (das sind wohl die Liebhaber von Pinot Grigio!) oder so ähnlich. Nur eine ältere Dame meinte, sie könne sich "Pino" gut merken, da es in den Sechzigern mal einen Herrenduft namens "Pino Silvestre" gegeben habe.

Daran konnte mein Frauchen sich zwar auch noch dunkel erinnern, aber dieser Duft ist nicht der Grund für die Namensgebung gewesen.

"Pino" ist die Kurzform des Diminutivs ("Giuseppino") von "Giuseppe", dem italienischen Äquivalent für "Josef". Auf Düsseldorfer Platt könnte man auch sagen "Jüppke".

Im Hebräischen bedeutet Josef "Er (Gott) fügt hinzu" und der Hl. Josef ist u.a. auch Schutzpatron der Obdachlosen. Ehe Frauchen mich adoptiert hat, hatte ich ja auch kein richtiges Zuhause.

Manchmal nennt Frauchen mich auch "Pinolino Tölerino". "Pinolino" klingt ja nett, aber "Tölerino" gefällt mir weniger, das hört sich nach "kleine olle Töle" an. "Pino" gefällt mir  jedenfalls besser als "Olli", denn ich bin zwar nicht mehr ganz jung, aber doch kein "oller Hund"!

Donnerstag, 31. Januar 2019

Ohrigami

Nein, in der Überschrift ist weder ein Tipp- noch ein Rechtschreibfehler! "Ohrigami" ist nämlich meine ganz persönliche Ohrenfalttechnik, bei der ich meine Ohren nach außen und hinten drehe und eng an den Kopf anlege.

Aufgefallen ist sie meinem Frauchen erstmals, als wir an einem verregneten Wochenende ziemlich früh am Morgen unterwegs waren. Frauchen konnte sich meine angelegten  Ohren erst gar nicht erklären, denn um diese Zeit ist "bei uns auf dem Dorf" absolut nichts los und es war weit und breit nichts Beängstigendes zu sehen oder zu hören.

Es hat gedauert, bis Frauchen den Grund erkannt hat, denn ihre vorherigen Hunde hatten alle Schlappohren. Bei meinen hübschen Stehohren jedoch empfiehlt es sich, sie bei Regen anzulegen, damit es mir nicht in die Ohren regnet!

Frauchen findet, das sieht lustig aus und sie hofft, dass ihr davon mal ein Foto gelingt. Ich aber finde unfreiwillige Ohrenspülungen bei Regenwetter überhaupt nicht lustig!