A Drummer´s Diary

Montag, 16. Oktober 2017

Furchtbarer Vormittag

Seit Samstag ist noch einmal der Sommer zurückgekommen und als Frauchen heute auf der Morgenrunde mit mir zur Bushaltestelle ging, hoffte ich auf einen schönen Ausflug.

Aber weit gefehlt, denn wir fuhren zur Tierärztin. Nun gehe ich dort ja nicht ungern hin, denn bis jetzt war ich da immer nur zum Impfen. Doch heute wurde ich in der Praxis lange malträtiert!

Zunächst ging es auf die Waage. Das Ergebnis war erfreulich, ich habe im letzten Jahr ein Kilo abgenommen.

Dann wurde ich auf den Tisch gehoben und der Ärger begann. Außer der Untersuchung vor dem Impfen mit Fieber messen (mag ich gar nicht!), Herz und Lunge abhören, Ohren und Zähne nachsehen hat Frauchen noch Maniküre und Pediküre machen lassen. Fand ich auch nicht schön! Auf Nagellack hat Frauchen glücklicherweise verzichtet.

Was aber richtig schlimm war: Schon im letzten Jahr hatte ich eine Zyste am Hals und die musste erneut punktiert werden. Diesmal kamen drei Spritzen voll klarer Flüssigkeit heraus und ich habe regelrecht geweint und gewinselt. Das hatte Frauchen noch nie von mir gehört. Aber es half nichts, ich musste diese schreckliche Prozedur über mich ergehen lassen.

Und dann wurde mir noch Blut abgenommen! Die Tierärztin meinte, in meinem Alter (nicht sehr charmant, nicht wahr?) wäre das nun einmal angesagt und außerdem wollte sie sichergehen, dass die Zyste nicht im Zusammenhang mit einer Schilddrüsenerkrankung steht. Zudem brauche ich in Zukunft eventuell Herztabletten, denn meine Herznebengeräusche, die schon vor zwei Jahren diagnostiziert wurden, sind natürlich nicht besser geworden. Es ist eben nichts, wenn man alt wird! 

Danach durfte ich dann endlich wieder vom Tisch herunter und bekam ein paar wohlverdiente Leckerli. Als Frauchen die Rechnung bezahlt hat, war es für sie auch kein schöner Ausflug mehr...

Mit Bahn und Bus ging es dann nach Hause, denn Frauchen wollte mir nach der ganzen Prozedur keinen langen Spaziergang mehr zumuten. Ich habe mich dann mit einer Kaustange und anschließendem Mittagsschlaf von diesem furchtbaren Vormittag erholen müssen.

Nun warten wir auf die Blutergebnisse und sehen dann weiter.


Mittwoch, 27. September 2017

Traumhaftes Herbstwetter

Heute hatten wir 21° und Sonnenschein!

Eigentlich hätte Frauchen genug anderes zu tun gehabt, aber sie meinte, so einen herrlichen Herbsttag müsse man nutzen und wir haben einen langen, entspannten Spaziergang gemacht.

Unterwegs haben wir am Feldrand eine kurze Rast eingelegt und Frauchen hat sich dabei an unseren ersten gemeinsamen Spaziergang vor mehr als sieben Jahren erinnert. Sie glaubt, es war sehr gut, dass sie mich damals aus dem Tierheim mitgenommen hat. Finde ich natürlich auch!

Auf dem Rückweg begegnete uns Goldie-Dame Käthe. Obwohl ich schon ziemlich müde war, habe ich gleich eine artige Spielverbeugung gemacht, denn ich fand sie ungemein attraktiv. Frauchen war von ihr auch sehr angetan, sie fühlte sich gleich an ihre Poppy erinnert. Leider interessierte sich Käthe mehr für Frauchens Leckerli als für mich...


























Montag, 25. September 2017

Wahltag

Gestern war ich mit Frauchen zur Bundestagswahl. Gleich auf unserer Morgenrunde sind wir durch dichten Nebel zum Wahllokal gegangen.

Diesmal lag der Wahlraum im Keller und da der Aufzug näher war als die Treppe, musste ich zum ersten Mal im Leben Aufzug fahren. Geheuer war mir das nicht, als sich die Tür dieses kleinen Raumes schloss und es dann abwärts ging! Aber Frauchen meinte, neue Erfahrungen zu machen sei gut für die geistige Beweglichkeit im Alter. Nun ja, ich habe überlebt und auf dem Rückweg hat sich Frauchen meiner erbarmt und wir haben die Treppe genommen.

Wie schon bei der Landtagswahl im Mai war auf dem Wahlzettel keine Partei der weißen Hundeschnauzen zu finden. Bei der hätte ich dann gern meinen Pfotenabdruck hinterlassen. Aber so habe ich Frauchen allein die zwei Kreuzchen machen lassen, denn ich konnte mir nicht vorstellen, dass sich eine der anderen Parteien um die speziellen Belange von uns älteren Hunden kümmert.



Später am Vormittag setzte sich die Sonne gegen den Nebel durch und es wurde noch ein richtig schöner Herbsttag.

Am Spätnachmittag hat sich Frauchen vor den Fernseher gesetzt und alles von der Prognose bis zum Ende der "Elefantenrunde" verfolgt. Deshalb musste ich lange auf meine abendliche Futterration warten.

Nun sieht es also nach Jamaika aus. Frauchen kann sich schwer vorstellen, wie das in der Politik zusammengehen soll. In musikalischer Hinsicht jedoch hat Jamaika zumindest etwas Gutes hervorgebracht: Reggae und Bob Marley.

Hier ein Song, den Frauchen in den Achtzigern gern gehört hat:

https://www.youtube.com/watch?v=QrY9eHkXTa4

Das Stück ist rund 38 Jahre alt, aber "emcipate yourselves from mental slavery" und "none of them can stop the time" - irgendwie klingt das doch noch aktuell...



Montag, 12. Juni 2017

Dienstältester Hund

Genau heute vor sieben Jahren hat mein Frauchen mich im Tierheim gefunden. Damit bin ich nun Frauchens dienstältester Hund!

Meinen Vorgänger Ben hatte Frauchen im Mai 2005 übernommen; er ist am 19.6.2009 gestorben.

Poppy, die aus demselben Tierheim kam wie ich, hat vom Reformationstag 1997 bis zu ihrem Tod am 19.8.2004 bei Frauchen gelebt.

Also habe ich es am längsten mit Frauchen ausgehalten!

Sonntag, 28. Mai 2017

Eben...

... hat Frauchen mich wieder überlistet:






Ich lasse mich doch so ungern fotografieren...





Die Rose "English Garden" hat Frauchen als Erinnerung an meinen Vorgänger Ben gepflanzt. Jetzt blüht sie wieder.





Um den Salbei, der im Blumenkasten regelrecht explodiert ist, schwirren den ganzen Tag die Bienen, nur nicht dann, wenn Frauchen ein Foto macht. Wahrscheinlich mögen die Bienen ebenso wenig fotografiert werden wie ich!