A Drummer´s Diary

Donnerstag, 6. Januar 2022

Dreikönigstag - Krippenzeit

Als Kind bin ich um den Dreikönigstag herum mit meinem Opa durch die Düsseldorfer Altstadt spaziert und wir haben uns die Krippen in St. Lambertus, St. Maximilian und St. Andreas angesehen.

Dieselbe Krippentour habe ich vor rund 20 Jahren mit meinem "Wahlpatenkind" Michael unternommen und vor ca. 10 Jahren mit einer Freundin aus Essen.

Inzwischen wohne ich zu weit von Düsseldorf weg, um  "mal eben" eine Krippenbesichtigung in Düsseldorf machen zu  können. Aber dafür bin ich im Internet fündig geworden:

https://www.youtube.com/watch?v=cLHMe7riDm0

 https://www.youtube.com/watch?v=LjHNse0xcU8

https://www.youtube.com/watch?v=JvDOkYtwsuA

So kann man sich die Krippen auch aus der Entfernung ansehen. Wenigstens eine positive Auswirkung von Corona!

Heute habe ich mir auch die Krippe von St. Hubertus in Rennerod angeschaut und ein paar Fotos aufgenommen.


 







Außer drei Königen bei der Krippe standen noch drei Königsfiguren vor dem Altar:

 


 

 




Dienstag, 9. November 2021

Geht bloß nicht zum Zahnarzt!

Der vergangene Freitag war zwar der 5.11., aber ein "Freitag der 13." hätte kaum schlimmer sein können!

Vor ein paar Wochen war Frauchen mit mir zum Impfen beim Tierarzt und der meinte, bei mir müsse Zahnstein entfernt werden. Also haben wir einen Termin vereinbart. Letzten Freitag habe ich mich gefragt, ob Frauchen langsam vergesslich wird, denn ich bekam kein Frühstück! Gegen 9.00 sind wir nach einer längeren Morgenrunde in die Praxis spaziert.

Ich wollte ja schon gar nicht hineingehen, doch Frauchen war unerbittlich. Es waren noch zwei Hunde vor mir dran und die wollten auch nicht freiwillig in den Behandlungsraum. Einer wurde hineingezogen und der andere musste sogar von seinem Frauchen und einer Helferin getragen werden!

Als ich dann an der Reihe war, musste Frauchen mich über den glatten Boden schleifen. Dann wurde ich auf den Tisch gehoben und bekam eine Vorderpfote rasiert für einen Zugang. Durch den erhielt ich  ein Mittel, von dem ich sehr müde wurde. Ich habe bis zuletzt gekämpft, bin aber dann doch eingedöst.

Frauchen hatte darauf bestanden, dass ich nach der Narkose eine Spritze zum Aufwachen bekommen und nicht allein in einer Box in der Praxis wachwerden sollte.

Somit wurde ich dann nach der ganzen Prozedur ins Wartezimmer getragen und auf einer zweimal gefalteten Wolldecke neben Frauchen abgelegt. Mir hing noch die Zunge aus dem Maul und als Frauchen mich so sah, meinte sie zu der Herlferin, mein Aussehen sei keine gute Werbung für Zahnarztbesuche!

Ich ganz bin ganz langsam aufgewacht und musste feststellen, dass nicht nur der Zahnstein entfernt worden war, sondern der Doc mir während meiner Bewusstlosigkeit auch heimtückisch drei Zähne gezogen hatte!!!

Das war wohl nichts mit der "Aktion strahlendes Lächeln"! Das Fehlen der Schneidezähne im Unterkiefer erschwert mir nun das Grasfressen! Unerhört!

Sobald ich wieder einigermaßen laufen konnte, bin ich langsam mit Frauchen nach Hause geschlichen. Als ich unterwegs mal mein Beinchen heben musste, stand ich doch tatsächlich wackelig und unsicher auf drei Pfoten! Einfach nur schrecklich!

Zu Hause angekommen habe ich mich in mein Körbchen verzogen und tief und fest geschlafen. Nach drei Stunden Stress brauchte ich das! Fressen durfte ich ohnehin erst am frühen Nachmittag. Da gab es dann mit heißem Wasser eingeweichtes Trockenfutter mit Nassfutter und einem flüssigen Schmerzmittel! Krankenkost für zahnlose Tiger! Am späten Nachmittag sind wir noch eine kleine Runde gelaufen und da ging es mir schon besser, aber solche Tage streicht man am besten aus dem Kalender!

Gestern musste ich dann schon wieder in die Praxis, zum Nachsehen. Das ging glücklicherweise recht schnell, denn es war alles in Ordnung. Der Tierarzt sagte zu Frauchen, meine Zähne zeigten Zeichen einer früheren Mangelernährung. Unsere Meerbuscher Tierärztin hat mal gemeint, ich hätte ein "Staupe-Gebiss". Ich kann doch nichts dafür, dass meine Jahre in Rumänien suboptimal verlaufen sind!

Jedenfalls bin ich froh, dass ich die Sache hinter mir habe! Frauchen müsste eigentlich auch demnächst zum Zahnarzt. Mal sehen,  ob sie sich nach meinen Erfahrungen traut, einen Termin zu machen!

 


 

 


Montag, 1. November 2021

Süßes oder Saures

Gestern Abend hatte Pino alle Pfoten voll zu tun, denn immer wieder schlichen sich verkleidete und schaurig geschminkte kleine (und ganz kleine) Gestalten im Dunkeln an unsere Tür! Da musste mein Wachhund jedesmal aufspringen, knurren und bellen!

Es war "Halloween" und rund fünfzehn Kinder kamen in vier Gruppen, um mit den Worten "Süßes oder Saures" ihren Tribut zu fordern. In weiser Voaraussicht hatte ich Süßigkeiten eingekauft und habe den Kindern gesagt, ich würde ihnen doch lieber etwas Süßes geben!

Bei Einbruch der Dämmerung erschienen zunächst die Jungen, die ich hier auf der Straße oft treffe. Ich habe ihnen erzählt, dass ich in meiner Kindheit in Düsseldorf auch "Gripschen" gegangen bin, allerdings nicht zu Halloween (das kannte man damals am Niederrhein noch nicht), sondern zu St. Martin.

Falls sie am Martinsabend nach dem Martinszug (denn den will ich mir auch ansehen) kämen und ein Martinslied singen würden, bekämen sie noch einmal Süßigkeiten von mir! Zu diesem Vorschlag haben sie eifrig genickt und der Älteste von ihnen, der Messdiener ist, meinte gleich, er könne auch zum Dreikönigsfest mit den Sternsingern kommen. Die Idee fand ich auch gut, dann käme endlich mal ein neues "C*M*B" an die Haustür, denn das letzte ist von 2013.

Ich hänge an den alten Martinsbräuchen und würde mich freuen, wenn die Kinder tatsächlich zum Singen kämen! Es wäre schön, wenn ich ein wenig dazu beitragen könnte, diese Traditionen am Leben zu erhalten und an die Kinder weiterzugeben! Wie mir eine Nachbarin erzählte, ist das Singen zu St. Martin hier nämlich weitgehend von Halloween verdrängt worden.

Einige Kinder in den Gruppen, die danach vor der Tür standen, hatten Angst vor dem Hund! Ich habe sie dann beruhigt und gesagt, der käme nicht an die Tür, während ich ihnen etwas in ihre Beutel füllen würde.

Alle Kinder waren höflich und freundlich und das Lächeln, mit dem sie "Süßes oder Saures" forderten, passte nicht so ganz zu den "schaurigen Gestalten". Und alle haben sich nett bedankt und mir noch einen schönen Abend gewünscht. Einmal bekam ich sogar zu hören, ich hätte ihnen aber sehr großzügig gegeben. Anscheinend sind die Kinder hier noch nicht so verwöhnt...

Für Pino war es zwar ein anstrengender Abend, aber mir hat er Spaß gemacht! Und ich habe mich daran erinnert, wie meine Oma sich immer gefreut hat, wenn Kinder am Martinsabend zum Singen und Gripschen kamen. Sie pflegte zu sagen: "Das bringt Segen!"





 




 

 

Donnerstag, 26. August 2021

Bilder aus dem Brunnen

Gestern hatten wir einen schönen sonnigen Herbsttag!

Auf dem Weg zur Friseurin kam ich an diesem Brunnen vorbei, in dem man interessante Bilder entdecken konnte.

 

 

 

 






St. Hubertus











 


 

Nein, ein kunsthistorisch bedeutender Bau ist diese in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts entstandene Kirche eher nicht, aber sie dient den Menschen seit ca. 150 Jahren als Ort der Andacht.

 

Was ich am meisten an ihr schätze ist das Glockenläuten! Von morgens 7.00 bis 23.45 schlägt sie die Viertel- und die vollen Stunden, an Samstagen um 17.00 wird der Sonntag feierlich eingeläutet und zu den Gottesdiensten an besonderen Festtagen ertönt ein prachtvolles Glockengeläut, das ich immer sehr genieße.